Liberal Demokratic Party of Afghanistan
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Petition an die Weltgemeinschaft, die Vereinten Nationen, die Europäische Union und den Internationalen Strafgerichtshof
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
am 27.04.2026 bombardierte pakistanisches Militär Berichten zufolge zivile Ziele in der Provinz Kunar in Afghanistan. Dabei wurden Wohnhäuser sowie die Said-Jamaladin-Afghan-Universität mit Kampfjets und Drohnen angegriffen und mit Raketen, Granaten sowie Artillerie beschossen. Medienberichten, unter anderem der BBC, zufolge wurden dabei acht Menschen – darunter Frauen und Kinder – getötet und 97 weitere verletzt, darunter etwa 30 Studierende.
 
Dies ist kein Einzelfall. In den vergangenen 20 Jahren kam es wiederholt zu Verletzungen des afghanischen Luftraums durch Pakistan sowie zu zahlreichen militärischen Angriffen in verschiedenen Provinzen Afghanistans. Dabei wurden unter anderem Granaten, Raketen, Artilleriegeschosse sowie Luftangriffe durch Kampfjets und Drohnen eingesetzt. Viele dieser Angriffe trafen Wohngebiete, Krankenhäuser, Geschäftsviertel, Schulen und andere zivile Einrichtungen, wodurch zahlreiche unschuldige Menschen ums Leben kamen oder verletzt wurden, darunter Kinder, Frauen und ältere Menschen.
 
In mehreren Fällen wurden Menschen nachts in ihren Häusern im Schlaf getroffen. In anderen Fällen wurden Frauen bei alltäglichen Tätigkeiten wie Kochen oder Waschen sowie Kinder beim Spielen getötet. Auch Zivilisten auf Reisen wurden beschossen. Berichten zufolge wurden zudem Jugendliche, die sich nach einem Cricketspiel in einem Haus versammelt hatten, Opfer von Pakistans Luftangriffen.
 
Wir haben bereits mehrfach Petitionen an die Vereinten Nationen, die Europäische Union und den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gerichtet, um auf die Verletzungen des Luftraums und die militärischen Angriffe auf Zivilisten in Afghanistan aufmerksam zu machen. Leider konnten wir bislang keine Reaktion dieser Institutionen feststellen, und es wurden keine wirksamen Maßnahmen ergriffen, um solche Handlungen zu unterbinden oder Pakistan zur Rechenschaft zu ziehen.
 
Wir appellieren daher erneut eindringlich an die Weltgemeinschaft, die Verantwortlichen in Pakistan für diese Handlungen zur Rechenschaft zu ziehen und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung zu ergreifen.
 
Wir haben mehrfach darauf hingewiesen, dass es immer wieder zu Konflikten kommen wird, solange die beiden Seiten des afghanischen Territoriums nicht wiedervereinigt sind. Ebenso wird es in der Region Zentralasiens weiterhin zu Unruhen und Konflikten kommen, solange die Regierungsmacht in Pakistan in den Händen des Militärs liegt.
 
Mit freundlichen Grüßen