Liberal Demokratic Party of Afghanistan
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An den Vatikan, z. Hd. Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV.
 
Eure Heiligkeit, Papst Leo XIV,
 
an unserem afghanischen Volk auf beiden Seiten der Durand-Linie ist seitens mehrerer Länder großes Unrecht begangen worden.
 
Seit mehreren Jahren betreiben pakistanische Militärgeneräle eine brutale Unterdrückung und Gewaltpolitik auf beiden Seiten der Durand-Linie. Opfer sind unschuldige Menschen, darunter Säuglinge, Kinder, Frauen, Kranke und ältere Menschen. Es wurden zahlreiche Formen von Unterdrückung und Tyrannei verübt, darunter Ermordungen, gezielte Tötungen, Massaker, Bombardierungen, Verhaftungen und Folter. Berichten zufolge wurden sogar schwangere Frauen in den Bauch geschossen,.und auch Neugeborene kurz nach ihrer Geburt erschossen.
 
Im Jahr 1979 marschierte die sowjetische Rote Armee in Afghanistan ein. Nach einem zehnjährigen Konflikt entschloss sich der damalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow, die territoriale Integrität Afghanistans zu respektieren, und leitete im Jahr 1989 den Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan ein. Die sowjetische Armee ließ einen großen Teil ihrer Militärausrüstung in Afghanistan zurück und übergab sie dem afghanischen Militär.
 
Mit dem Abzug der Roten Armee hätte der Krieg in Afghanistan eigentlich beendet sein können. Afghanistan verfügte zu dieser Zeit über eine funktionierende Regierung, eine funktionierende Verwaltung, Ordnung und Disziplin, funktionierende Schulen sowie gesetzlich verankerte Menschenrechte, einschließlich Frauenrechten.
 
Mit dem Abzug der sowjetischen Armee hatte der Westen seinen geopolitischen Rivalen aus Afghanistan verdrängt. Leider überließ der Westen danach das weitere Schicksal Afghanistans weitgehend den Militärgenerälen in Pakistan. Diese Entwicklung hat bis heute schwerwiegende Folgen für das afghanische Volk auf beiden Seiten der Durand-Linie. Immer wieder wird von Gräueltaten und schweren Menschenrechtsverletzungen berichtet, die unter Kommando von Pakistans Militärdiktatoren und Militärgeheimdienst ISI begangen werden, darunter Tötungen, Verhaftungen und Folter. Die Auswirkungen dieser anhaltenden Tragödie zeigen sich in großem menschlichen Leid, weit verbreiteter Armut, Hunger, Krankheiten u.a.
 
Seit über 40 Jahren sind in Afghanistan ca. 6,5 Millionen Menschen ums Leben gekommen. Ein Teil von ihnen fiel direkt den Kriegshandlungen zum Opfer, ein weiterer Teil starben an den Folgen des Kriegs. Millionen von Menschen waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um ihr Leben vor drohenden Gefahren zu schützen.
 
In Pakistan existiert lediglich ein Scheinparlament ohne tatsächliche Entscheidungsfreiheit. Die politische Macht liegt de facto bei den Militärdiktatoren. Auch die Justiz, einschließlich Richter und Staatsanwälte, steht unter erheblichem Einfluss der militärischen Führung.
 
Wenn Journalisten, Aktivisten oder Parlamentsabgeordnete ihre Stimme erheben und ihre Rechte einfordern, werden sie durch den pakistanischen Militärgeheimdienst ISI festgenommen, geschlagen oder sogar ermordet.
 
Über die Medien haben wir mehrfach erfahren, dass pakistanische Politiker selbst erklärt haben, an England, die USA und andere Länder „verkauft“ worden zu sein. In Interviews und öffentlichen Aussagen wurde angedeutet, dass Teile der politischen und militärischen Führung Pakistans im Interesse ausländischer Staaten handeln. So erklärte Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif im April 2025 in einem Interview mit Sky News, dass Pakistan in der Vergangenheit „schmutzige Arbeit“ für die USA und den Westen, einschließlich Großbritannien, geleistet habe.
 
Berichten zufolge hat Pakistan mehr als 30 Terrorgruppen ausgebildet, darunter den sogenannten IS-Khorasan. Diese Gruppen werden mit Unterstützung des pakistanischen Militärgeheimdienstes ISI nach Afghanistan und in andere Länder entsandt, um dort Konflikte und Unruhen zu schüren.
 
In den letzten 20 Jahren hat Pakistan mehr als 700 Angriffe auf Afghanistan durchgeführt, unter anderem mit Granaten, Raketen, Panzerfaustwaffen und blinde Luftbombardierungen. Viele dieser Angriffe trafen Wohngebiete, Geschäftsviertel und Zivilisten, wodurch zahlreiche unschuldige Menschen getötet wurden. 
In vielen Fällen wurden Menschen, darunter Kinder und Frauen, nachts im Schlaf bombardiert. In anderen Fällen wurden Frauen bei Hauhaltsarbeiten wie Waschen oder Kochen und Kinder beim Spielen getötet.
 
Auf der anderen Seite der Durand-Linie, in Paschtunkhwa und Belutschistan, setzt sich die Gewaltspirale unter Kommando der Militärgeneräle fort. Dort kommt es ebenfalls zu Bombardierungen, gezielten Tötungen, Massakern, Verhaftungen und Folter. Wenn Intellektuelle, Aktivisten oder Politiker ihre Stimme erheben und ihre Rechte einfordern, werden sie verhaftet, gefoltert, ermordet oder verschwinden spurlos.
 
Seit mehreren Jahren sind in Belutschistan und Paschtunkhwa über 100.000 unschuldige Menschen spurlos verschwunden. Über ihr Schicksal – ob sie noch leben oder bereits verstorben sind – ist nichts bekannt. Wenn Angehörige der Vermissten öffentlich nach dem Verbleib ihrer Söhne, Väter, Brüder oder Ehemänner fragen, werden sie häufig mit Tränengas vertrieben, beschossen oder festgenommen.
 
Einige prominente Persönlichkeiten, die ihre Stimme für Rechte und Gerechtigkeit erhoben haben und seit Jahren in Haft sitzen, sind unter anderem Frau Dr. Mahrang Baloch, Frau Beebow Baloch und Herr Ali Wazir.
 
Mehrere Parlamentsabgeordnete wurden ermordet, weil sie im Parlament Rechte, Ordnung und Gerechtigkeit forderten. Viele Abgeordnete haben Angst vor den Militärgenerälen und wagen es nicht, offen zu sprechen. Auch Journalisten, Aktivisten, Intellektuelle und Frauen leben in Angst vor den Militärgenerälen und können ihre Meinung nicht frei äußern.
 
Eure Heiligkeit, Papst Leo XIV,
 
bitte helfen Sie dabei, das pakistanische Volk von der Herrschaft der Militärdiktatoren zu befreien.
 
Eure Heiligkeit, Papst Leo XIV,
 
bitte helfen Sie auch dabei, die Parlamentsabgeordneten Pakistans von der Angst vor den pakistansichen Militärgenerälen zu befreien. Die politische Entscheidungsmacht sollte von den pakistanischen Militärgenerälen auf das Parlament übertragen werden. Pakistan sollte ein unabhängiges Parlament erhalten, das frei von militärischem Einfluss ist.

Eure Heiligkeit, Papst Leo XIV.,

wir, das afghanische Volk beiderseits der Durand-Linie, erheben keinen Anspruch auf die Rechte anderer Völker. Wir fordern lediglich unsere eigenen Rechte.

Das afghanische Volk wurde durch die Durand-Linie künstlich geteilt. Die Menschen auf beiden Seiten dieser Linie gehören historisch, kulturell und gesellschaftlich zusammen. Beide Seiten der Durand-Linie sind Teil unseres gemeinsamen Heimatlandes Afghanistan. Die Wiedervereinigung des afghanischen Territoriums und des afghanischen Volkes auf beiden Seiten der Durand-Linie ist unser grundlegendes Recht.

Wir bitten Sie daher respektvoll, die Forderung des afghanischen Volkes nach Wiedervereinigung zu unterstützen.

Ebenso bitten wir Sie respektvoll, sich für die Freilassung aller politischen Gefangenen aus Belutschistan und Paschtunkhwa einzusetzen, die von den pakistanischen Behörden seit Jahren zu Unrecht in Haft gehalten werden.

 
Hochachtungsvoll