Liberal Demokratic Party of Afghanistan
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Afghanische Realitäten                                                 

 

 

In Afghanistan sind noch in diesem Jahr am 18.09.2005 Parlamentswahlen geplant. Man kann sicher sein, dass in das Parlament auch Kriegsherren, Drogenbosse und radikale Islamisten gewählt werden.

 

Seit dreieinhalb Jahren ist Präsident Karsei in Afghanistan an der Macht, er hat jedoch – entgegen der in der westlichen Öffentlichkeit vorherrschenden Meinung - weder in Afghanistan noch in Kabul nennenswerten Einfluss. Schlimmer: Sein Kabinett und seine Beamten sind korrupt.

 

Bisher gibt es in Afghanistan weder ein Bankensystem noch ein funktionierendes Steuersystem und auch keine funktionierende Verwaltung.

 

Alleine im letzten Winter sind rund um Kabul nach offiziellen Meldungen 266  Menschen in ihren Zelten erfroren, in ganz Afghanistan sicherlich noch viel mehr Menschen. In den dreieinhalb Jahren seit der Machtübernahme durch Karsei ist es nicht gelungen, für die Flüchtlinge Lehmhäuser zu bauen, die den Menschen ein Mindestmaß an Schutz gewähren würden.  In Afghanistan kostet die Erbauung eines Lehmhauses für eine zehnköpfige Familie nur ca. US$ 6.000,00.  Hier stellt sich die berechtigte Frage, wohin die Milliarden an westlicher Hilfe verschwinden, wenn nicht einmal Maßnahmen, wie der Bau einfacher und preiswerter Lehmhütten für die Ärmsten der Armen möglich ist?

 

Karsei und seinem Kabinett fehlt jegliches Umweltbewußtsein. Wenn die Sonne in Kabul untergeht, schwebt eine schwarze Wolke von Smog und Rauch über der Stadt. In den Städten gibt es weder fließendes Wasser noch eine Kanali-sation.

 

Die enormen Geldsummen, die die USA und der Westen für das Land zum Wiederaufbau und zur Einführung demokratischer und freiheitlicher Strukturen Verfügung gestellt haben,  wird nur zu einem kleinen Teil in diese für Afghanistan so wichtigen Bereiche investiert. Der Großteil fließt in dunkle Kanäle.

 

Die Taliban haben sich von den Schlägen des Westens erholt. Neue Organisations – und Kommunikationsstrukturen sind entstanden. Sie finanzieren sich auch aus Drogengeschäften. Die Taliban sind in den Städten und vor allem auf dem Land wieder eine feste und gefährliche Größe.

 

Seitdem sich die Taliban in Afghanistan erholt haben, hat sich der  Opiumanbau verdreifacht. 87 % des Opiums auf der ganzen Welt stammt aus Afghanistan. In jeder Stadt und in jedem Dorf Afghanistans herrscht nicht der afghanische Staat, sondern Kommunalmonarchen haben das Sagen. In jeder Stadt gibt es kriminelle Organisationen. Alleine in Kabul gibt es drei große Banden, die das Leben der Menschen im Griff haben.  Von Demokratie und Freiheit in Afghanistan kann also keine Rede sein. Karseis angekündigte Demokratisierung ist also reine Makulatur.

 

Amerikanische und europäische Soldaten sind nach Afghanistan gekommen, und setzen dort täglich ihr Leben aufs Spiel, um  für Ordnung zu sorgen und das Land im Kampf für Demokratie und Freiheit zu unterstützen. Einige dieser Soldaten mussten bereits ihr Leben lassen. Angesichts der noch immer bestehenden unhaltbaren Zustände in Afghanistan ist deren Tod sinnlos.

 

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Liebe Amerikaner, liebe Europäer, 

 

die von Karsei verfolgte Politik wird Afghanistan niemals Freiheit und Demokratie bringen. Die derzeitige  afghanische Regierung unterstützt den und verdient am Drogenanbau. Eine funktionierende Verwaltung ist nicht in Sicht.

Umweltbewusstsein ist ein Fremdwort. Die Ärmsten der Armen müssen unter diesen Verhältnissen leiden. Dadurch wächst die Gefahr, dass die islamistischen Taliban und mit diesen die Terroristen einen großen Zuspruch und die entsprechende Unterstützung erfahren. Der Einfluß dieser radikalen und extrem gefährlichen Gruppierungen wird von Tag zu Tag größer.

 

Die Chancen für die Demokratisierung und Befriedung Afghanistans stehen noch immer gut, vor allem wenn der Westen Geld, politisches und wirtschaftliches Know How und auch Soldaten zur Verfügung stellt.  Bedenken Sie jedoch, daß diese Ziele nicht mit der korrupten Regierung Karseis umgesetzt werden können. Das afghanische Volk hat das Vertrauen in diese Regierung  längst verloren, nur der Westen glaubt noch an diese leeren Versprechungen.

 

Sollte Karsei weiter im Amt bleiben, verschwendet dies Euer Geld, Eure Zeit und gefährdet das Leben Eurer Söhne und Töchter, die in Afghanistan Dienst tun.

 

Verhelfen Sie Afghanistan zu Demokratie und Freiheit, zu Recht und Ordnung und damit zu Stabilität. Machen Sie überall, wo Sie können, Ihren Einfluß geltend. Mahnen Sie Ihre Politiker und fordern Sie Aufklärung, wohin das westliche Geld fließt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Hayattullah Maiwand

1. Vorsitzender der FDPA